Kunstorte
Eseltreiber

Der Eseltreiber

Helmut Moos

"Was länge währt, wird endlich gut."

Seit Dezember 1978 war über ein Eseltreiber-Denkmal in Osterode am Harz beratschlagt worden, 1982 wurde bereits der Standort erörtert. Eine 1983 gestartete Spendensammlung des Heimat- und Geschichtsvereins für die Errichtung einer solchen Skulptur belief sich im Dezember 1986 schon auf 54615 Mark. Am 1. April 1987 wurde als Aprilscherz neben dem Alten Rathaus eine Eselskulptur aus geschweißtem Stahlblech aufgestellt, die von Auszubildenden der Firma Piller angefertigt worden war. Währenddessen war bereits der beauftragte Künstler damit beschäftigt, das Modell für die zukünftige Skulptur anzufertigen.

Am 3. Juni 1988 wurde die von Helmut Moos in Bronze geschaffene Skulpturengruppe eingeweiht. Sie besteht aus einem Eseltreiber mit einer Schnapsflasche und einem Esel, der mit einem Kornsack beladen ist. Auf dem Kornsack befindet sich die Inschrift „Eseltreiber juck, juck, juck, / hat en kleinen Schluck, Schluck, Schluck“, angelehnt an eine Erzählung aus Lerbach im Harz von Heinrich Pröhle. Die Figuren sind so angeordnet, dass der Esel rechts am Rathaus vorbei in Richtung Kornmagazin gehen will und der Eseltreiber links vorbei zum Martin-Luther-Platz. Eine kleine Tafel auf einem Sockel trägt die Inschrift „Von Osterode aus versorgten Eseltreiber die Bergleute im Oberharz mit Korn“. Bei der Einweihung war den Opfern des Grubenunglücks von Borken mit einer Schweigeminute gedacht worden.

Eine Blechskulptur aus nicht-rostendem Stahl wurde später vor der ehemaligen Eseltreiberschänke in Freiheit aufgestellt.

Auszug aus: Wikipedia.org "Eseltreiber (Osterode am Harz)"

Siehe auch:

archiv-vegelahn.de "Wird das Eseltreiberdenkmal noch aufgestellt"
archiv-vegelahn.de "Eseltreiber-Plastik: Feierstunde und Enthüllung am 3. Juni"